Coronavirus 2019: Kann eine Mundschutzmaske schützen?

Gegenwärtig haben die Gesundheit der Gesellschaft und die Verbreitung von COVID-19 weltweit die höchste Priorität. Die Eindämmung des Virus erfordert Teamarbeit und effiziente Schutzmaßnahmen wie die richtige Gesichtsmaske. Mit diesem Nachrichtenartikel möchten wir als ilogs Ihnen einen ersten Überblick über den Zweck von schützenden Gesichtsmasken geben. Die Informationen wurden von uns aus seriösen Quellen zusammengestellt.

Der kulturelle Trend zum Tragen einer Schutzmaske in asiatischen Ländern existierte bereits vor dem Ausbruch der Coronaepidemie und scheint nun, als Folge der aktuellen Ereignisse, auch in Europa angekommen zu sein. Aufgrund des Virus melden auch die lokalen Apotheken eine erhöhte Nachfrage nach Masken – in den meisten Apotheken sind Atemschutzmasken bereits vergriffen.

Gemäss einem Artikel in der Deutschen Medizinischen Zeitschrift kann das Tragen einer Gesichtsmaske vor Krankheiten schützen, die Infektionskrankheiten tröpfchenweise auslösen – Krankheiten, die durch lautes Sprechen, Schreien oder Husten in unmittelbarer Nähe übertragen werden. Solche Masken können auch eine mögliche Schmierinfektion verhindern, indem sie verhindern, dass Menschen ihr Gesicht mit schmutzigen Händen berühren.

Studien zur SARS-Epidemie von 2002/2003 haben gezeigt, dass Filterpartikelmasken (FFP3-Masken) eine schützende Wirkung haben. Dabei handelte es sich jedoch nicht um herkömmliche Gesichtsmasken, wie man sie in Asien auf der Strasse oder im Operationssaal im Allgemeinen sieht, sondern um spezielle Feinstaubmasken, die für den Alltag nachteilig sind.

“Natürlich bietet eine FFP3-Maske einen besseren Schutz, aber auch einfache Mundschutzmasken können Viren abfangen, sofern sie dicht schließen”, ergänzt Prof. Dieter Köhler, ehemaliger Ärztlicher Direktor der Lungenklinik Kloster Grafschaft in Schmallenberg.

Einfache Maskentypen sind zum Beispiel chirurgische Gesichtsmasken. Diese sollen eigentlich verhindern, dass infektiöse Tröpfchen aus den Atemwegen der Chirurgen in das Operationsgebiet gelangen. Darüber hinaus gelten 1-lagige Papiergesichtsmasken als wirkungslos. Partikelfiltrierende Halbmasken (FFP-Masken) sind aufgrund ihres Partikelrückhaltevermögens und der definierten Gesamtleckage besser geeignet. Allerdings gibt es je nach Geräteklasse Unterschiede in der Gesamtleckage:

-FFP1 max. 22%
-FFP2 max. 8%
-FFP3 max. 2%

Es ist daher sinnvoll, dass Infizierte eine Maske tragen, um (gefährdete) Personen zu schützen. Denn auch Atemluft kann Viren enthalten. Zudem sind Koronaviren, wie bei der Influenza, wahrscheinlich in der Atemluft von Infizierten nachweisbar.

FFP2 Maske oder FFP3 Maske? Welche ist die Richtige?

In der Regel sollten bei Tätigkeiten, bei denen Kontakt mit Verdachtsfällen besteht, FFP1-Masken oder gleichwertige chirurgische Masken getragen werden. FFP2 Masken sollten getragen werden, wenn Arbeiter Hustenanfällen ausgesetzt sind, FFP3-Masken, wenn Husten provoziert wird, z.B. bei einer Bronchoskopie. Da Husten als eines der Hauptsymptome des aktuellen Coronavirus gilt, sollte das Hilfspersonal mindestens dreischichtige chirurgische Masken oder einen FFP2-Schutz der Kategorie FFP2 verwenden.